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Pseudo-Luxushotel mit organistaorischen Mängeln
Kultur-Reise im Februar. Außer, dass das Sheraton Cesme von seiner Anlage, Architektur und dem Design her einem Hotel der Luxusklasse entspricht, rechtfertigt sonst nichts die gehobenen Preise, und folgende gravierende organisatorische Mängel schlagen sich im wahrsten Sinn des Wortes "auf den Magen" (dies allerdings vielleicht nur, wenn man nicht all inclusive gebucht hat?):
1) Ankunft direkt vom Flughafen Antalya. In der gesamten Hotelanlage werden nur türk. Lira angenommen, es steht kein Bankomat oder Wechselstube zur Verfügung. D. h. solange, bis man (am folgenden Tag) zu einem Bankomat oder Wechselstube kommt, keine Möglichkeit, Ansichtskarten, Brötchen oder Getränke in den Hotel-Shops zu kaufen. Hunger! Auch der Hotelmanager kann nicht helfen: Über die Flexibilität, gegen Euro-Bezahlung im Restaurant ein (übriggebliebenes) Brötchen erwerben zu können, verfügt er nicht.
2) Einmal e-mails checken kostet für den Hotelgast 6 Euro (!!!). Denn auch wenn man nur 10 Min. online ist oder die Verbindung gar nicht zustande kommt, wird dieser Betrag kassiert. Habe soetwas bislang nicht einmal in Lower-Class-Hotels erlebt...
3) Freuen uns auf den Hamam, der oben im Zimmer in der Info-Mappe im Wellness-Angebot mit 10-20 Uhr angeschrieben ist. Auch keine andere Info beim Eingang zum Wellness-Bereich. Wir stehen um 17. 15 vor dem Eingang des Hamam, und es heißt "Hamam ab 17. 00 only for Gentlemen". Die Enttäuschung ist groß!!! Warum nicht gleich diese Info gegeben werden kann? Noch schlimmer für alle, die für den Eintritt 15 Euro berappen müssen...
4) Keine Umkleidekabinen im gesamten Wellnessbereich, und auch keine Möglichkeit mit dem Aufzug im Bademantel vom Zimmer direkt dorthin zu fahren.
5) Im Ruheraum gibts als Raumtrenner ein "Aquarium", das außer toter brauner Algen auf einem Stein rein gar nichts enthält. Außen komplett verdreckt mit Fingertappen wendet sich jeder Ruhesuchende nach spät. 2 Min voll Grausen ab.
6) Nach dem "Wellness" ins Kino: Der Film läuft bereits 15 Min., ohne dass man Gesichter der Darsteller erkennen könnte. Der Ton rauscht dermaßen, dass man kein Wort versteht. Projektor kaputt. Rund 14 BesucherInnen verlassen enttäuscht den Saal um jemand Zuständigen zu finden - kein Chance.
7) Keine Nachtruhe bis 23. 00 (manchmal auch 23. 30), weil die Live-Band im Foyer derartig laut ist, dass es bis in den 3. Stock dröhnt. Wäre nicht so schlimm, müsste man nicht täglich um 7. 00 auf, da um 8. 00 die Ausflugstouren beginnen.
8) Im Frühstücksraum gibts tolles Buffet, aber man steht unter permanenter Überwachung von 5 KellnerInnen (für 10 Gäste), die einem mit großen Augen beim Essen zuschauen und sobald man Messer oder Löffel zur Seite legt, herbeieilen, um sofort alles wegzutragen. Gut gemeint, aber äußerst ungemütlich und einer internationalen Service-Ausbildung widersprechend.
9) Last but not least: Die Metallfedern der Matratze stechen durch... Fazit: Ein Hotel, das auf den ersten Blick nobel ist, jedoch beim täglichen Gebrauch über organisatorische Mängel verfügt. Der nicht all inclusive buchende Gast (macht auch keinen Sinn bei einer organisierten Kuluturreise) wird voll abgezockt. Als Vielreisende (Business) habe ich die meisten Mittelklasse-Hotels kundenfreundlicher erlebt als dieses.
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